Heilpflanze: Besenginster

Botanik:

Der Besenginster (lat.: Cytisus scoparius) entstammt aus der Familie der Schmetterlingsblütengewächse (lat.: Fabaceae) und kann eine Höhe bis zu ca. 2 Meter erreichen. Als Begleitpflanze kommt er an Eisenbahnstrecken, Autobahnen, Kieferwälder, Waldränder, sonnige Hügel und sandigen Hängen, in Mittel-, Süd- und Osteuropa vor.

Aus einer kräftigen Wurzel entstammen rutenförmige, grüne Zweige, die kleine,  kurz gestielte und verkehrteiförmige Blätter tragen.

Die wunderschönen gelben Schmetterlingsblüten zeigen sich und von Mai bis Juni.

 

Inhaltsstoffe und Wirkung:

Die unter anderem enthaltenen Alkaloide, biogene Amine (wie Dopamin und Tyramin), Bitterstoffe, Gerbstoffe, ätherisches Öl und Flavonglykoside haben eine Wirkung auf das Reizleitungssystem des Herzens, darüber hinaus wirkt er blutreinigend, harntreibend und Venentonus steigernd.

Deswegen wird er bevorzugt bei Herzrhythmusstörungen, Kreislaufproblemen, Rheuma, Venenleiden und vielem mehr gegeben.

 

Geschichte:

Seine medizinische Verwendung wird seit 1485 belegt. Angelsächsische Mediziner verwendeten ihn oft bei Wassersucht und Venenleiden. sowie zur Reinigung von Milz und Nieren.

In der Volksmedizin wird Besenginsterkraut bei Zahnfleischbluten, Hämophilie sowie Bronchialerkrankungen und Rheumatismus eingesetzt.

Der Gattungsname „Cystisus“, griechisch „kytisos“, soll nach Plinus auf die Insel „kythisos“ zurückzuführen. „Scoparius“ kommt aus dem lateinischen „scopa“ = Besen, denn man verwendete ihn früher als Besen. Auch machte man die Nikolausrute aus seinen Zweigen.

Der Ginster eignet sich gut als Feuermaterial, da es die Glut bis zu 24 Std. halten kann.

 

 

Sie wollen keinen Blogartikel verpassen? Tragen Sie sich hier kostenlos in meinen Newsletter ein.