Die Wunderwurzel Galgant und ihr Heilwirkung in der Pflanzenheilkunde

Die Wunderwurzel Galgant und ihr Heilwirkung in der Pflanzenheilkunde

 

Botanik:

Galgant (lat.: Alpina officinarum) gehört zu der Familie der Ingwergewächse (lat.: Zingiberaceae), der haupsächlich in China verbreitet ist. Die Pflanze erreicht eine höhe von 1,5 m und besitzt ein horizontal wachsendes Rhizom, aus denen Seitenstengel hervorgehen. Die lanzettelichen Blätter sind zweiteilig angeordnet und werden bis zu 30cm lang. An den Blütenschäften sitzen die 10cm langen weissen und rot geaderten Blütentrauben.

 

Inhaltsstoffe und Wirkung:

Die u.a. enthaltenen scharfen Terpene, Flavonoide,  Gerbstoffe, Mangan, Harze, Stärke und ätherischen Öle, haben eine antientzündliche, antikanzerogene, antioxidative, blutbildende, gallesekretionsfördernde Wirkung. Weshalb die Wurzel gerne bei Verdauungsstörungen wie Blähungen und zur Magenstärkung, sowie Dyspepsie, aber auch bei Leberbeschwerden, Arthrose und Arthritis, bei Krebserkrankungen und vielem mehr verabreicht wird.

 

Geschichte:

Im Mittelalter gelangte die Wurzel aus China, wo es vor allem zur verdauungsförderndem Mittel verwendet wurde, über Indien und Arabien nach Mitteleuropa.

 

Hildegard von Bingen gab der Galgantwurzel eine besondere Wertschätzung in ihrer Therapie.

 

In Indien wird der Galgant als Duftstoff und in Russland als Aroma von Essig und zur Herstellung von Schnaps („Nastoika“) benutzt.

 

Der Gattungsname „Alpinia“ bezieht sich auf den italienischen Botaniker Prospero Alpino (1553-1617).

Der Name Galgant/Galanga wurde durch Marco Polo bekannt und wurde von dem chinesischen „gaolingjiang“ (mit der Bedeutung vortrefflicher Ingwer) abgeleitet.