Die wärmende Heilpflanze: Beifuß

Die wärmende Heilpflanze: Beifuß

Beifuß wurde bereits im Altertum und im Mittelalter häufig medizinisch verwendet, verlor jedoch in der Neuzeit der Pflanzenheilkunde seinen Stellenwert.
In der traditionellen chinesischen Medizin jedoch wird er hoch geschätzt und wird v.a. in der Moxibustion häufig eingesetzt.

Der Name "Artemisia" bezieht sich auf die Göttin Artemis Eileithya (lat.: Diana), der Frauen- und Heilgöttin.
Als "Mutter aller Kräuter" war sie in Ägypten der Isis geweiht.

Im Mittelalter hat man den Beifuß bevorzugt bei Unfruchtbarkeit eingesetzt. Und als Schutz vor Dämonen verwendete man ihn, indem man ihn an der Eingangstür aufhing. Ein weiterer germanischer Brauch war es, man pflückte die Pflanze am 21.6. und band sie sich um den Hals und warf ihn anschließend ins Feuer, um das Jahr hinweg vor Krankheit geschützt zu sein. Denn am St. Johannistag hatte sie ganz besondere Kräfte.

Eines war jedoch immer klar, der Beifuß war ein Stärkungsmittel. Seine wärmenden Einflüsse sollten bei "kaltem", schlecht verdauendem Magen oder bei Hustenerkrankungen, denn er reinigt die Lungen, sehr hilfreich sein.
Auch äußerlich verwendete man ihn in Form von Salben und Umschlägen bei Rheuma, Arthritis und Rückenschmerzen.

Botanik

Der Beifuß ist eine ausdauernde Staude, die an vielen Wegrändern, Schuttplätzen und Flussufer sowie in Europa, als auch in Asien vorkommt und gar nicht als Heilpflanze wahrgenommen wird, obwohl sie sich bis zu 2,5m erstrecken kann. Er entstammt aus der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae). Seine Blätter die aussehen wie Lanzetten, haben eine weißfilzig Farbe und sind behaart an der Unterseite. Die vielen gelb-rötlichen Blüten zeigen sich uns von Juli bis November.

Wirkung

Die u.a. enthaltenen ätherischen Öle, Campher, Sesquiterpenlactone, Flavonoide und Hydroxcumarine lassen den Beifuß einen positiven Einfluss auf die Gallen-, Magensaft-, Verdauungs- und Menstruationsförderung haben.

Diese wunderbare heilmedizinische Pflanze wird daher besonders gerne bei Appetitlosigkeit, Verdauungsprobleme, in der Frauenheilkunde und darüber hinaus bei vielem mehr eingesetzt.

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