Die Bedeutung der Goldrute in der Pflanzenheilkunde

Die Bedeutung der Goldrute in der Pflanzenheilkunde

 

Botanik:

Die Goldrute (lat.: Solidago virgaurea) ist eine mehrjährige Staude die bis zu 1m hoch werden kann. Sie entstammt aus der Familie der Korbblütengewächse (lat.: Asteraceae) und kommt auf Waldwiesen, Wälder, Hügel in Europa, Asien, Nordafrika und Nordamerika vor. Ihr Stengel ist rund, gestreift und in den oberen Teilen kurz behaart. Die Blätter sind wechselständig und die wunderschönen gelben Blüten riechen schwach aromatisch und stehen in Rispentrauben. Die Blütezeit ist von August bis Oktober.

 

Inhaltsstoffe und Wirkung:

Die u.a. enthaltenen ätherichen Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Saponine, Flavonoide, Phenolcarbonsäuren und Phenolgycoside regen den Stoffwechsel an und wirken harntreibend, desinfizierend, schwach krampflösend, schmerzstillend, antibakteriell, antimykotisch, antioxidativ, entzündungswidrig und antiödematös. Deswegen wird sie gerne bei Blasen- und Nierenerkrankungen, Hauterkrankungen, Rheuma, Wassersucht und vielem mehr verabreicht.

 

Geschichte:

In der antiken Welt war die Goldrute unbekannt und wurde erst im 16. Jahrhundert erstmalig in den Werken von Bock, Lonicerus und Matthiolus erwähnt, der sie bei Harnsteinen einsetzte.

Darüber hinaus fand man sie im Gebrauch bei Hals- und Zahnbeschwerden, Hüftleiden und Blutspucken.

Es wird ebenfalls erwähnt das Martin Luther seine körperlichen Befindlichkeiten mit der Goldrute behandelte.

 

Der Gattungsame «Solidago» bedeutet im lateinischen «solidus = fest und / oder solidare = gesund machen, zusammenfügen» was sich auf die wundheilende Wirkung bezieht. «Virgaurea»  nimmt Bezug auf «virga = Rute» und «aurea=goldig» Form und Farbe des Blütenstandes.