Der gelbe Enzian und seine Heilwirkung

Der gelbe Enzian und seine Heilwirkung

 

Botanik:

Der bis zu 1m hoch werdende gelbe Enzian (lat.: Gentiana lutea) kommt an schattigen Berghängen vor und bevorzugt kalkhaltige Böden in Mittel- und Südeuropa. Er entstammt aus der Familie der Enziangewächse (lat.: Gentianaceae). Seine Blätter sind groß, elliptisch, bläulich-grün, gerippt und kreuzgegenständig angeordnet. Die wunderschönen gold-gelbenen  Blüten entspringen aus den Blattachseln hervor. Die als Droge verwendete Wurzel kann bis zu 7kg wiegen.

 

Inhaltsstoffe und Wirkung:

Der Enzian enthält v.a. ganz viele Polysaccharide, Secoiridoid-Bitterstoffe, Xanthone,  Di- und Polysaccharide, ätherisches Öl, Pektine und Phytosterine, daher ist er als Heilpflanze mit dem höchsten Bitterwert bekannt. Er fördert ganz besonders die Verdauung, Galle und entlastet die Leber, darüber hinaus ist er antimikrobiell, immunmodulierend, anticancerogen und wird daher besonders gerne bei Erkankungen des Verdauungstraktest, dyspeptische Beschwerden, Pankreasfunktionsstörungen und vielem mehr verabreicht.

 

Geschichte

Die Enzianwurzel gilt seit dem Altertum als eine wichtige Heilpflanze und auch bis zum heutigen Tage als das Magenmittel! Besonders gern in Bayern wird der Enzianschnaps nach üppigen Mahlzeiten zu sich genommen, oder um den Magen aufzuwärmen, damit das kalte Bier nicht „Schaden anrichtet“.

Der Name „Gentiana“ bezieht sich laut Dioskurides auf den illyrischen König: Gentius, der sich als Erster die Heilpflanze zu Nutze gemacht haben soll. Man sagt das er aus dem Enzian eine Art Sirup herstellte und dieser bei schwacher Magenfunktion geholfen haben soll.

„Luteus“ bedeutet gelb und bezieht sich auf die Blütenfarbe.