Anis: weit mehr als nur ein Gewürz

Der Anis (lat.: Pimpinella anisum) ist ein einjähriges Kraut, das etwa 50 cm hoch wird und der Familie der Doldengewächse (lat.: Apiaceae) entstammt. Die unteren Blätter sind ungeteilt, rund und nierenförmig, die mittleren gefiedert und dir oberen dreiteilig. Seine kleinen weißen Blüte sitzen zu siebt-fünfzehnt in Blütendolden zusammen, deren Blütezeit von Juli bis September ist.

Ursprünglich war er im Orient beheimatet, wird mittlerweile jedoch überall angebaut.

Die Pflanze ist reich an ätherischem Öl und enthält darüber hinaus fettes Öl, Zucker und Eiweiß in ihren Früchten.

In der Phytotherapie werden die aromatischen und gut riechenden Früchte als ein wichtiges Mittel gegen Verdauungsprobleme (z.B. bei Blähungen) angewendet, einfach gekaut wird er im Orient auch bei schlechtem Atem eingenommen.

Er wirkt besonders:
− schleimlösend
− auswurffördernd
− spasmolytisch
− antibakteriell
und wird ebenfalls bei Atemwegserkrankungen eingesetzt.

Auch in der Frauenheilkunde ist Anis sehr beliebt und wichtig, denn er wirkt milchsekretionsfördernd.

 

Darüber hinaus ist er als eine sehr alte Kulturpflanze bekannt. Schon bereits 1550 v. Chr. wird er bereits im Papyrus Ebers erwähnt. Aber auch im Römischen Reich verwendete man ihn bei Asthma bronchiale.

Im Mittelalter fand er seinen Einsatz bei verschiedenen Erkrankungen, wie z.B. Hydrops, Blähungen, Erkrankungen der Leber und der Atmungsorgane. Er galt als ein verdauungsförderndes und schmerzlinderndes Mittel.